Noch in diesem Jahr soll es konstruktiv werden. Die lange überfällige Baugenehmigung soll in dieser Woche zugestellt werden.
Dann wird als nächstes eine neue provisorische Fußgängerbrücke errichtet, damit die bisherige abgebaut und eingelagert werden kann. Man darf sehr gespannt sein, ob und in welcher Form sie jemals wieder aufgebaut werden wird.
Mit dem Bau eines Container-Stellwerks auf Bahnsteig D wird es munter weitergehen.

Der Ostkreuz guide wird sich alle Mühe geben, die Phasen des Umbaus angemessen zu dokumentieren. Dabei wird es hier allerdings kaum irgendeine Art von Hurra-Photos für die die zu befürchtende Grünglas-Stahlbeton-Architektur eines Konsumpalastes mit Bahnanschluß geben, sondern eher Bilder, die daran erinnern, wie der Charme eines Bahnhofs tatsächlich beschaffen ist.

Wer sich mit eigenen Photographien an diesem Langzeitprojekt beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Hier.

4 Kommentare zu “Baugenehmigung erteilt”

  • Sigurd schreibt am 17. Dezember 2006

    Bin gestern über die (neue?) Linkliste ins Ostkreuzblog geraten, nach Selbstaussage Tagebuch zum Umbau, in realiter aber wohl eher zum Abbau des Bahnhofs. Und ich bin doch etwas schockiert wie weit die Baumaßnahmen schon gediehen sind, war schon zu lange selbst nicht mehr da. Ich weiß, daß nicht alle Berliner und S-Bahnfahrgäste Sinn für den morbiden Charme dieser Station haben, aber muß man ihn deshalb gleich ganz abtragen? Daß der Wasserturm bleiben darf, ist ja wohl unerheblich, siehe der traurige Anblick jenes Turms am neuen Potsdamer Hauptbahnhof.

    Man hätte Ostkreuz sanieren können, vom Rost befreien, frische Farbe, Bahnsteig B wiederherstellen, den Ringbahnsteig verbreitern, und wat weß ick noch allet. Unweigerlich drängt sich mir der Satz von Wolf Jobst Siedler über die Strasse ‚Unter den Linden‘ auf: „Berlin hat vergessen, was Berlin ist.“ Und zur gleichen Zeit versucht ein Häuflein von Enthusiasten mit Millionenaufwand das Hohenzollernschloß wieder aufzubauen… Herr von Boddien, das hier ist auch Berlin! Und noch dazu original erhalten, keine Kopie.

    Auch wenn die Arbeiten auf zehn Jahre angelegt sind, wer die Planung genau liest, begreift, daß die Baustelle bald das Bild bestimmen wird, und die Photographen Mühe haben werden, noch Motive ohne Bagger zu finden.

    PS: Ich unterschreibe jetzt nur noch mit Vornamen, seit ich hier comments poste kennt mich auf einmal Google und ich entdecke plötzlich an mir meine Sympathie für den Bundesdatenschutzbeauftragten. Big Brother is watching you …

  • Sigurd schreibt am 17. Dezember 2006

    Und wie das neue Ostkreuz aussehen wird, kann der erahnen, der noch den alten Bahnhof Gesundbrunnen kannte, der bot ja einen ähnlich verwunschenen Anblick mit Kachelbuden, kleinteiligem Kopfsteinpflaster, Gewächshausarchitekturen, gußeisernen klassizistischen Säulen. Und jetzt?! Nichts berlintypisches ist geblieben, rein überhaupt nichts.

  • Heidrun schreibt am 19. Dezember 2006

    Ich kann nicht glauben, was da passiert am Ostkreuz. Ich wohne dort und sehe jeden Tag mehr diese “Insel” dort verschwindet. Im Moment werden die Pappeln abgetragen. – Die wachsen ja wieder, oder?

  • Björn schreibt am 27. Februar 2007

    Um ehrlich zu sein, habe ich selbst kein Verständnis mehr, das Ostkreuz so Verunstaltet wird. Berlin ist nicht Glas Bau, Berlin hat was mit Geschichte und Backsteine am Hut, dazu mitten drin grünes. Und was der Nordkurve betrifft, wird abgetragen weil kein Kreuzungsfreier verkehr möglich ist? Dann will ich bloß mal wissen wie in Jahre 1930 und so ohne PC (Computer) der Verkehr gelaufen ist. Wie schön wäre es doch, wenn ich von Gesundbrunnen aus direkt ohne umsteigen zu Warschauer Str. fahren könnte. Also ehrlich gesagt, ist mir der Verkehr viel zu blöd und Tunnelig geworden. Berlin wird weiter Glas, und Berlin wird weiter zu Fremd Berlin.

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